Das Projekt zielt darauf ab, Kindern und Jugendlichen im Südkreis Gifhorn gerechte Teilhabe am freiwilligen Engagement zu ermöglichen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau nachhaltiger Strukturen, die soziale Integration fördern und lokale Ressourcen nutzen. Das Freiwilligenzentrum Gifhorn unterstützt junge Menschen durch Vernetzung, Beratung und Bildungsangebote, um ihre soziale Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und demokratische Teilhabe zu stärken.
Zentrale Maßnahmen:
- Strukturaufbau & Netzwerke: Kooperationen zwischen Schulen, Jugendzentren, Vereinen und sozialen Trägern fördern gemeinsame Verantwortung für Engagementförderung.
- Soziale Integration: Abbau von Zugangshürden und Schaffung vielfältiger, inklusiver Angebote – unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebenslage.
- Aktive Mitgestaltung: Kinder und Jugendliche werden in Planung, Umsetzung und Auswertung von Projekten einbezogen, um ihre Interessen zu vertreten und Verantwortung zu übernehmen.
Kooperation & Öffnung: Lokale Akteure sollen ihre Strukturen für junge Menschen öffnen und neue, flexible Beteiligungsformate wie Kurzzeitprojekte oder digitale Angebote schaffen.
- Niedrigschwellige Angebote: Engagementmöglichkeiten sollen wohnortnah, unkompliziert und offen gestaltet sein. Die Ehrenamtsbörse und persönliche Beratung helfen bei der Vermittlung.
- Vielfalt & Inklusion: Projekte berücksichtigen kulturelle, sprachliche und inklusive Aspekte und richten sich an unterschiedliche Zielgruppen.
- Aufsuchende Informationsarbeit: Schulen, Jugendzentren und Vereine werden gezielt über Engagementmöglichkeiten informiert und zur Teilnahme motiviert.
- Mentorenbegleitung im Quartier: Ehrenamtliche Mentor:innen begleiten Kinder und Jugendliche individuell, stärken ihre Teilhabechancen und geben Orientierung.
Langfristige Wirkung:
Das Projekt strebt dauerhafte Strukturen, stabile Kooperationen und tragfähige Konzepte an. Ziel ist es, gesellschaftliche Teilhabe zu stärken, neue Perspektiven zu eröffnen und den sozialen Zusammenhalt zu fördern. Durch solidarisches Engagement entsteht eine gerechtere Gesellschaft, in der junge Menschen ihre Lebenswelt aktiv mitgestalten können.
Kinder und Jugendliche sind zentrale Akteure unserer Zukunft. Ihr freiwilliges Engagement fördert nicht nur ihre persönliche Entwicklung, sondern stärkt auch das demokratische Miteinander. Doch viele junge Menschen – insbesondere aus benachteiligten Lebenslagen – haben nur eingeschränkten Zugang zu Beteiligungsmöglichkeiten. Sprachliche, kulturelle, soziale oder körperliche Barrieren erschweren eine gleichberechtigte Teilhabe.
Soziale Herkunft beeinflusst nicht nur Bildungschancen, sondern auch die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Mitgestaltung. Obwohl viele junge Menschen bereit sind, sich zu engagieren, fehlen oft passende, jugendgerechte Angebote und unterstützende Strukturen – insbesondere im direkten Lebensumfeld. Ehrenamtliches Engagement bietet großes Potenzial für Persönlichkeitsentwicklung, soziale Teilhabe und demokratische Bildung, bleibt aber für viele schwer zugänglich.
Das Projekt setzt genau hier an: Es will neue Denkweisen fördern, flexible Beteiligungsformate schaffen und echte Mitbestimmung ermöglichen. Vereine und Organisationen sollen ihre Strukturen öffnen, Barrieren abbauen und gezielt Brücken bauen – für mehr Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Ein besonderer Fokus liegt auf der professionellen Begleitung durch Mentor:innen, die jungen Menschen Orientierung geben, Teilhabe ermöglichen und langfristige Strukturen aufbauen. Ziel ist es, eine inklusive Engagementkultur zu etablieren, Kinderarmut entgegenzuwirken und soziale Teilhabe zu stärken – wie auch im Sozialbericht 2021 des Landkreises Gifhorn betont.

