Im Stadtteil Schinkel in Osnabrück leben viele Familien unter herausfordernden sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Besonders betroffen sind Kinder, die in Haushalten mit begrenzten finanziellen und sozialen Ressourcen aufwachsen. Genau hier setzt unser Projekt an: Mit der „Nachbarschaftsliga“ schaffen wir ein nachhaltiges Angebot, das sportliche Bewegung, soziale Teilhabe und Bildungsförderung im direkten Wohnumfeld miteinander verknüpft.
Die Liga ist ein von der BaKoS durchgeführtes Projekt für Grundschulkinder der Stüveschule, Heiligenwegschule und Diesterwegschule. Im Rahmen des Projekts werden zunächst 2–3 gemeinsame Spieltage organisiert, an denen Kinder der beteiligten Schulen im fairen Miteinander aufeinandertreffen. Diese Spieltage dienen als Auftakt – mit dem Ziel, daraus langfristig eine dauerhaft verankerte Nachbarschaftsliga zu entwickeln.
Die Gesamtschule Schinkel als weiterführende Schule wird von Beginn an eingebunden. Schüler:innen der höheren Jahrgänge sollen als Betreuer:innen, Spielbegleiter:innen oder Schiedsrichter:innen mitwirken. Das fördert soziale Verantwortung, stärkt ihre Vorbildrolle und erleichtert den Grundschulkindern den Übergang in die weiterführende Schule.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die aktive Einbindung der Eltern: Bei den Spieltagen sollen sie nicht nur als Zuschauer:innen dabei sein, sondern auch durch Mitwirkung bei der Organisation, Essensausgabe, Betreuung oder als motivierende Begleitung ihrer Kinder aktiviert werden. Ziel ist es, das Projekt als Anlass zu nutzen, um Eltern aus unterschiedlichen kulturellen und sozialen Kontexten zusammenzubringen, Austausch zu fördern und niedrigschwellige Beteiligungsstrukturen aufzubauen.
Das Projekt wird gemeinsam mit lokalen Partnern realisiert – darunter Sportvereine, Schulsozialarbeit, Nachbarschaftszentren und Einrichtungen der Gemeinwesenarbeit. Kinder und Eltern werden aktiv eingebunden – von der Gestaltung der Teamnamen bis zur konkreten Umsetzung der Spieltage.
Wirkungsziel:
Mit der Nachbarschaftsliga wollen wir Kindern in benachteiligten Quartieren neue Chancen auf soziale Teilhabe, gesunde Entwicklung und Bildung eröffnen. Gleichzeitig soll die aktive Einbindung älterer Schüler:innen und Eltern zur Stärkung solidarischer Strukturen im Stadtteil beitragen. Die geplanten Spieltage sind ein erster Schritt hin zu einem langfristigen Netzwerk aus Bildung, Bewegung und Beteiligung im Schinkel – offen für alle.
Im Osnabrücker Stadtteil Schinkel sind viele Kinder mit schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Lebenslagen konfrontiert. Armut, beengter Wohnraum, geringe Bildungschancen und eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten prägen den Alltag zahlreicher Familien. Besonders betroffen sind Kinder mit Migrationsgeschichte, Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern. Für viele bedeutet das: begrenzte soziale Teilhabe und kaum Zugang zu außerschulischen Angeboten.
Zwar gibt es im Stadtteil Sport- und Freizeitaktivitäten, doch sie sind oft an Hürden wie Anmeldepflichten, Kosten oder feste Zeiten gebunden. Was fehlt, sind niedrigschwellige, regelmäßige Angebote, die direkt im Lebensumfeld der Kinder ansetzen und sie miteinander in Kontakt bringen – unabhängig von Herkunft oder sozialem Status.
Gleichzeitig fehlt es an Gelegenheiten, in denen auch Eltern aktiv beteiligt werden können. Viele bleiben aufgrund von Sprachbarrieren oder fehlender Einbindung außen vor. Auch der Übergang zur weiterführenden Schule ist oft mit Unsicherheiten verbunden.
Hier setzt das Projekt an: Die „Nachbarschaftsliga“ bringt die drei Grundschulen im Stadtteil – Stüveschule, Heiligenwegschule und Diesterwegschule – über gemeinsame Spieltage in Kontakt. Jugendliche der Gesamtschule Schinkel werden als Betreuer:innen oder Schiedsrichter:innen eingebunden, um Verantwortung zu übernehmen und als Vorbilder zu wirken. Eltern sollen durch begleitende Aktivitäten aktiviert und beteiligt werden.
Das Projekt will sportliche Bewegung mit sozialem Lernen, Begegnung und Bildungsförderung verbinden – als Auftakt für eine langfristige Struktur, die Kinder stärkt und Chancengleichheit im Quartier fördert.

