Das Jugendwerk der AWO- Bezirk Weser-Ems möchte im Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück eine Möglichkeit zur partizipativen Freizeitgestaltung ins Leben rufen.
Mit Hilfe von ehrenamtlichen TeamerInnen wollen wir für Kinder und Jugendliche gruppenbezogene, partizipative Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung anbieten. Dieses Angebot möchten wir mit einer Hausaufgabenbetreuung verknüpfen. Interessierte TeilnehmerInnen des Projekts können sich dann ebenfalls durch das Jungendwerk zu TeamerInnen ausbilden lassen und dadurch eine weitere Generation von Teilnehmenden für ein Ehrenamt inspirieren.
Das Angebot wird durch eine Hausaufgabenbetreuung ergänzt, die von ehrenamtlich Tätigen Studierenden des Fachbereichs Bildungs- und Erziehungswissenschaften der Uni Oldenburg begleitet werden soll. Da in Kreyenbrück ein sehr hoher Anteil von alleinerziehenden Familien sowie Familien mit einer Migrationsbiografie beheimatet sind, stellt unser Angebot eine ideale Ergänzung zu den vorhandenen Angeboten dar.
Da das Jugendwerk selbst in Kreyenbrück seinen Standort hat, haben wir einen sehr guten Zugang zu der Zielgruppe und deren Bedarfe. Dabei wird uns oft zurückgemeldet, dass unsere offene außerschulische Bildungsarbeit gerade in diesem Stadtviertel bereits für viele Jugendliche der Anlass war, sich in diesem Bereich zu engagieren. So hat das Jugendwerk Weser-Ems bundesweit einen überdurchschnittlichen Anteil von ehrenamtlich Engagierten Menschen mit Migrationsbiografie (gemessen an allen Jugendwerken in Deutschland).
Das Jugendwerk hat eine langjährige Expertise in der offenen Jugendarbeit mit Bildungsinhalten. Unsere Ausbildungsangebote zur Jugendgruppenleitung sind gerade in Kreyenbrück sehr beliebt und das Projekt würde eine gute Ergänzung zu unseren bisherigen Angeboten von und mit ehrenamtlich Tätigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen darstellen.
Außerdem möchten wir Studierende der Pädagogik an der Uni Oldenburg für die Hausaufgabenbetreuung gewinnen. Die Nachfrage für praxisbezogene Erfahrungen während des Studiums ist hoch und der Wunsch sich methodisch und didaktisch auszuprobieren wird oft an uns herangetragen. Durch dieses Projekt können wir eine Win-Win-Situation in dem von uns ausgewählten Quartier schaffen und Menschen mit sehr unterschiedlichen Bildungsbiografien auf Augenhöhe zusammenbringen. Dabei können wir auf ein Netzwerk von PartnerInnen und UnterstützerInnen zurückgreifen, die bereits Unterstützung signalisiert haben..
Die Kinder und Jugendlichen im Oldenburger Stadtteil Kreyenbrück sind überdurchschnittlich von Armut und sozialer Benachteiligung betroffen. Der Stadtteil hat den dritthöchsten Anteil von alleinerziehenden Haushalten ( 30,26%), den höchsten Anteil von Familien mit 3 und mehr Kindern /16,6%) und einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund von 47,2% (Quellen: Armutsbericht der Stadt Oldenburg und Sozialmonitoring der Stadt Oldenburg).
Die beschriebenen Handlungsansätze im Armutsbericht der Stadt Oldenburg von 2023 empfehlen die Fokussierung auf relevante Risikogruppen. Dabei wird Kindern und Jugendlichen ein hohes präventives Potential im vorgenannten Bericht zugesprochen, wenn es um die Verhinderung von Armutskarrieren geht.
Unser Angebot füllt eine Lücke in Kreyenbrück und trifft passgenau die empfohlenen Handlungsansätze zu möglichen päd. Interventionen im bereits erwähnten Armutsbericht der Stadt Oldenburg:
1. Sozialraumorientierung - durch ein niederschwelliges Lernangebot mit der Möglichkeit zur Freizeitgestaltung Kreyenbrück.
2. Beteiligungsorientiert - mit Hilfe unserer langjährigen Erfahrung im Bildungsbereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit leben wir aktive Beteiligungsorientierung. Dabei sind wir als eigenständiger Verein, in dem bereits Kinder ab 6 Jahren ein Stimmrecht haben und wo die Vorstandsarbeit bereits ab einem Alter von 12 Jahren möglich ist, konsequent beteiligungsorientiert.
3. Wirkungsorientiert- durch Zusammenarbeit in dem betroffenen Quartier sowie die Nutzung von Strukturen und Stakeholdern und Evaluation unserer Angebote.

