Das Kinderhilfswerk Jumpers – Jugend mit Perspektive gGmbH engagiert sich seit 2015 in Salzgitter-Lebenstedt für Kinder und Familien, um ihren Selbstwert zu stärken und ihre persönliche Entwicklung zu fördern. Unser Kinder- und Familienzentrum Jumpers lebt Wertschätzung und setzt sich mit seiner Arbeit vor Ort insbesondere für benachteiligte Familien ein, da jedes 2. Kind auf unseren Straßenzügen von Kinderarmut betroffen ist. Jumpers Salzgitter bietet Kindern, Jugendlichen und ihren Familien ein täglich offenes Haus mit vielfältige Angeboten. Täglich besuchen uns rund 40-60 Kinder aus rund 20 Kulturen, die zahlreiche Startschwierigkeiten im Leben meistern müssen. Nahezu alle unserer Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5-18 Jahren leben unter prekären Lebensbedingungen, die meisten weisen einen Flucht- oder Migrationshintergrund auf. Jumpers öffnet die Räume für Kinder und Familien, um die Gemeinschaft im Quartier zu stärken, kulturelle Barrieren abzubauen, Perspektiven zu ermöglichen, sowie Teilhabe und Chancengleichheit zu fördern. Unsere Vision ist eine Welt, in der Kinder und Jugendliche in ihrem Wert geachtet und in ihrem Potential gefördert werden.
Mit dem Projekt „Jumpers - fit for kids“ wollen wir Kinder stark für ihren Alltag machen. Das Projekt besteht aus den Bausteinen Mittagessen, Lernzeit und Workshops. Nach der Schule erhalten die Kinder ein gesundes, warmes Mittagessen. Dabei werden sie nicht nur satt, sondern auch seelisch gestärkt, indem sie gemeinsam mit anderen Kindern und Mitarbeitern am Tisch sitzen, vom Alltag erzählen und Sorgen loswerden können. Anschließend gibt es eine intensive Lernzeit mit Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe, Sprach- und Leseförderung. Viele Kinder und Familien im Quartier suchen nach schulischer Unterstützung, da sie aufgrund von Sprachbarriere, Flucht oder familiären Problemen das Thema „Schule“ als herausfordernd erleben. Hinzu kommt die Stärkung des Selbstwertes durch Workshops. Viele unserer Kinder haben nicht die Möglichkeit Vereine oder außerschulische Förderung zu erhalten. Die Freizeit ist von Nichtstun geprägt. Mit „Jumpers - fit for kids“ lassen wir die Talente der Kinder klingen, indem wir Workshops im Sport-, Musik- und Kreativbereich durchführen wollen. Dazu ermöglichen wir Gemeinschaft und durch Mitgestaltung von Quartiersfesten (Sommerfest, Weihnachtsparty) und Organisation von Ferienangeboten (Sommerfreizeit, Ausflüge, Aktionswochen).
Kinderarmut ist bei uns kein leeres Wort – wir erleben täglich die Folgen für unsere Kinder und Jugendlichen. Nahezu alle unserer Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen 5-18 Jahren leben unter prekären Lebensbedingungen. Das Familienzentrum ist Anlaufstelle für viele Bewohner, die von Transferleistungen leben oder über ein geringes Einkommen verfügen. Viele unserer Kinder haben mit massiven Problemen zu kämpfen:
• Integrations- und Sprachprobleme
Die meisten unserer Teilnehmer (etwa 85%) leben mit einem Migrations- oder Fluchthintergrund. Viele Eltern kämpfen selbst noch darum, in Deutschland anzukommen und können ihre Kinder wenig unterstützen.
• Schulische Herausforderungen
Viele Kinder mussten bereits durch Lern- und Konzentrationsprobleme Klassen wiederholen. Die deutsche Sprache fällt vielen schwer und damit das Lesen und Schreiben. Die Leistungen bleiben hinter den Erwartungen zurück, was sie und die Familien oft enttäuscht.
• Probleme mit dem Selbstwert
Die oben beschriebenen Probleme führen häufig zu einem Kreislauf, indem sich die Kinder nicht gesehen, nicht geachtet und allein fühlen.
• Herausforderungen im Verhalten
Viele unserer Kinder zeigen auffälliges Sozialverhalten, innere Aggressionen zeigen sie oft nach außen. Die Kinder streiten sich häufiger, sind öfter in Konflikte verwickelt und tragen sie häufiger handgreiflich aus.
• Familiäre Herausforderungen
Viele unserer Kinder erleben bereits Kreisläufe familiäre Probleme. Sie leiden unter mangelnder Versorgung, Süchten der Eltern oder dysfunktionalen Familienstrukturen. Vielen fällt es schwer Vertrauen in verlässliche Erwachsene zu setzen.
Siehe auch unsere Webseite: www.kinderarmut.org

